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Austausch von Menschen und Ideen

Europas Antwort auf die Globalisierung

Die Globalisierung ist kein neues Phänomen, aber ihr Tempo hat deutlich zugenommen. Der weltweite Wettbewerb ist intensiver geworden. Zukunftswissen ist nicht mehr auf Europa und Nordamerika beschränkt.Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben 2000 in Lissabon eine europäische Antwort auf diese Herausforderung verabschiedet: die Lissabon-Strategie. Die EU soll bis2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ werden.

Im Ausland leben und lernen, gemeinsam forschen und neue Ideen entwickeln: So können wir unsere Potentiale wirklich ausschöpfen. Europa bietet die Möglichkeiten dazu. EU-Bildungsprogramme unterstützen jedes Jahr mehr als 220 000 Europäerinnen und Europäer. Durch umfangreiche Forschungsförderung wird ein europäischer Forschungsraum geschaffen. Deutschland als Land der Ideen lebt auch vom Austausch der Ideen!

Lissabon-Strategie
Europa muss auf das Wissen und Können der Menschen setzen: Das ist der Schlüssel zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, zu Wachstum und Beschäftigung. Mit der Lissabon Strategie haben sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf diese Ziele verpflichtet. Europa soll zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ werden. Binnenmarkt und Währungsunion haben den europäischen Unternehmen „den Rücken gestärkt“. Jetzt gilt es, sich den Herausforderungen der Globalisierung offensiv zu stellen. Europa kann gegen den rasanten Wandel keinen Damm errichten, hinter dem die Strukturen so bleiben, wie sie sind. Deshalb braucht die EU eine Strategie, die mehr Wachstumsdynamik, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderungen von Forschung und Entwicklung ganz in den Vordergrund stellt. Die Soziale Marktwirtschaft in Europa lässt sich nur sichern, wenn die Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben.

Die Herausforderungen sind in ganz Europa ähnlich: Geringes Wirtschaftswachstum, eine älter werdende Bevölkerung und der Übergang zu einer modernen Informations- und Wissensgesellschaft. Die Globalisierung erhöht den Konkurrenzdruck auf den Weltmärkten. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit steht ganz oben auf der EU-Prioritätenliste: Das Streben nach einem hohen Beschäftigungsniveau gehört zu den in den Europäischen Verträgen festgeschriebenen Wesensmerkmalen der EU. Europa kann den Wettbewerb nicht nur bei den Kosten aufnehmen, sondern muss sich auf seine technologischen Stärken und Fähigkeiten besinnen. Der Europäische Rat setzt dabei auf wenige, klar definierte Ziele: Investitionen in den Bereichen Forschung, Bildung und Innovation, die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte und den Bürokratieabbau.

Forschung
In der Wissenschaft liegen erhebliche Job-Perspektiven: In den USA kommen acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf 1000 Menschen, in der EU aber nur fünf. Wenn die EU, wie geplant, im Jahre 2010 drei Prozent des EU-Bruttoinlandsproduktes für die Forschung ausgeben würde, könnten mindestens 700 000 Forscherinnen und Forscher eingestellt werden.

Die Europäische Union leistet ihren Beitrag durch das siebte Forschungsrahmenprogramm: Für Forschung und Entwicklung werden aus dem EU-Haushalt in den Jahren 2007 bis 2013 rund 50 Milliarden Euro aufgewendet. Ein großer Teil der Mittel fließt in die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung, Information und Kommunikation, Nano-, Material- und Produktionstechnik, Energie, Umwelt, Verkehr, Sicherheit, Raumfahrt und Humanwissenschaften. Ein neuer Europäischer Forschungsrat (ERC) soll Spitzenforschung fördern. Der Austausch von Forschenden und der Ausbau der Forschungsinfrastrukturen sind weitere Prioritäten.

Bildung
Möglichst viele Europäerinnen und Europäer sollen einen Teil ihrer Aus- oder Weiterbildung im Ausland absolvieren, um so von den Binnenmarkt-Chancen profitieren zu können. Erfahrung in den verschiedenen Alltags- und Arbeitskulturen Europas sind ein Plus bei der Arbeitssuche.

Die gegenseitige Anerkennung der Diplome soll die Mobilität erleichtern. Dort, wo die Berufe oder Ausbildungsschritte noch stark voneinander abweichen, bescheinigen Europass-Dokumente die Qualifikationen, die in einem anderen Land der EU erworben wurden.

Im Jahr 2005 beteiligten sich rund 145 000 Studierende am Austausch im Rahmen des ERASMUS-Programms. Die Unterstützung ermöglichte 22 500 Deutschen einen Studienaufenthalt an einer ausländischen Universität, 17 500 ausländische Studierende kamen nach Deutschland.

Das EU-Programm LEONARDO DA VINCI hilft beim Erwerb und Einsatz beruflicher Qualifikationen in anderen Ländern. Im Jahre 2004 förderte es rund 70 000 junge Menschen aus ganz Europa.11 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Deutschland

Zur Organisation

Aus Anlass des 50. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge veranstalteten die Bundesregierung, die Europäische Kommission und das Europäischen Parlament eine gemeinsame Informations- und Dialogtour durch über 50 Städte in Deutschland. Die Tour wurde konzipiert, organisiert und durchgeführt vom Unternehmen
Euro-Informationen -
Agentur für Verbraucherkommunikation
, Berlin.

Europa im Internet

Umfassende Informationen zum Leben, Lernen und Arbeiten in Europa finden Sie auf der Seite Europa-Mobil.

Zu Fragen der Sozialversicherung informiert Krankenkassen.de.

Aktuelle EU-Informationen mit dpa-Europa-Ticker: eu-info.de.

Zur Finanzierung des Studiums im Ausland: zinsen.de